Die Nordöstlichen Kalkalpen zählen zu den artenreichsten Naturräumen Mitteleuropas. Von 13. Juli bis 20. September 2026 präsentiert die Ausstellung „einzigARTig“ im Nationalpark Besucherzentrum Ennstal in Reichraming seltene Pflanzenarten, die weltweit ausschließlich in Österreich vorkommen, und gibt Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten der Universität Innsbruck.
Die Region zwischen Traunsee und Wien zählt zu den botanischen Hotspots der Ostalpen: Zahlreiche Pflanzenarten kommen ausschließlich hier vor und machen dieses Gebiet zu einem einzigartigen Zentrum der Biodiversität. Diesem besonderen Naturraum widmete sich ein Forschungsprojekt der Universität Innsbruck.
Das Forschungsteam untersuchte acht ausgewählte, ausschließlich in dieser Region vorkommende Pflanzenarten hinsichtlich ihrer Herkunft und genetischen Vielfalt. Dafür wurden in den nordöstlichen Kalkalpen mehr als 2.000 Blattproben gesammelt, darunter auch im Nationalpark Kalkalpen, und mithilfe moderner molekularbiologischer Methoden analysiert. Die Ergebnisse liefern wertvolle Grundlagen für den Schutz und Erhalt gefährdeter Arten. Gleichzeitig verdeutlichen sie, wie entscheidend genetische Vielfalt für die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an Umwelt- und Klimaveränderungen ist.
Die Ausstellung im Besucherzentrum Ennstal rückt diese einzigartigen Pflanzen der Ostalpen nun ins Rampenlicht und macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse in anschaulicher Form für Besucherinnen und Besucher erlebbar.
Gefördert wird das Forschungsprojekt der Universität Innsbruck durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
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Die Dunkle Glockenblume besiedelt Kalkschutt und Schneetälchen von der subalpinen bis zur alpinen Höhenstufe. © Adam Seyr